Segeberger Segel Club

Segeberger Segel Club

SSC-Dickschiffsegeln auf der Ostsee

Am 19. August trafen wir uns am SSC.
In Heikendorf angekommen, dachten wir eigentlich, dass wir zum Segeln fahren, aber auf einmal tauchte ein Cowboy auf, namens Helge. (sein Hut brachte den Namen und natürlich auch die Musik an Bord...). Nach diesem Schock erkundeten wir den Heikendorfer Yachthafen. Am späten Abend waren alle im Hafen angekommen (Wobs und seine Caprice-Crew mussten ja von Strande anreisen und Helge und Ralf hatten die Nanna von Kiel schon nach Heikendorf gebracht).

Cowboy

Auf jedem Boot wurde der von Tina eingekaufte Proviant verstaut und wir beschlossen das Abendessen „on bord“ einzunehmen. Das „Beschnuppern“ erfolgte auf der 5er-Syndikat, die Jungs und Mädels verbesserten die Welt mit schlauen Sprüchen und liessen sich dann noch mit Pastewka-Videos vollprickeln. Der Abend endete in einer Doppelkopf-Blamage und mit einer lustigen Runde, auf dem Fünfer Syndikat. 23:30h Ruhe im Schiff, Licht aus. Samstag 8:00h wecken, duschen (zumindest die Meisten), Brötchen und Kuchen holen.

Moin!

Nach einer kurzen Nacht brachen wir morgens um zehn Uhr bei „gefühlten“ sieben bis acht Windstärken zum Offshoretrip nach Kappeln auf. Der Präsident war schon nach einer halben Stunde außer Sichtweite, nicht ganz denn man sah ja noch „Mütze`s“ neonfarbene Mütze – super Kreation und wir alle stellten fest, dass darunter auch noch Haare waren und die Krönung war, es gibt noch ne 2te Mütze.

Die Crew des Fünfer Syndikats segelte mit sechseinhalb Knoten Richtung Damp und verwies so die Crew der Nanna auf Platz drei. Als dann endlich nach vier Stunden die Klappbrücke von Kappeln in Sicht kam, stießen wir wieder aufeinander. Aber wir waren alle mächtig stolz – keine Blessuren – keiner Seekrank.

Brückendurchfahrt

Nachdem die Brücke überwunden war legten wir nach einem harten Tag um fünfzehn Uhr in Kappeln an. Nach einer kurzen Entspannungsphase (einige schliefen etwas lauter, sodass der Hafenmeister schon Beschwerden entgegennehmen musste) gingen wir gemeinsam in die „Stadt“ um etwas zu Essen. Bei den „Speerrippen“ hatten wir viel zu Lachen. Besonders bei zwei Crewmitgliedern der Hanse, die sich jeweils einer Brustoperation und teilweise einem Nippelpiercing unterzogen hatten. Die restlichen Gäste der Bierakademie hatten einen großen Spass uns beim Backen und Banken zuzusehen. Das Hafenfest in Kappeln hatte anscheinend mit mehr Gästen gerechnet, wir fühlten uns auf der Amüsiermeile doch recht allein. Aber in unserem Hafen war noch „Großes Kino“ angesagt.

Hafenkino live -Titel : „vom Strom vertrieben und am Poller verfangen“ super Nummer aber nicht zum Nachahmen empfohlen. Es sei denn, man steht auf selbstdarstellende Unfähigkeit Die Typen hatten null-Ahnung – Vorteil für uns Zuschauer. Einige von uns machten noch den Hafen unsicher, einige spielten Skat und einige nahmen einen Absacker zu sich. Doch die frische Luft und die harte Überfahrt liess uns nicht alt werden 23:00h Zapfenstreich, weil wir Sonntagmorgen um 8:45h die Brücke nehmen wollten, um anschliessend im Stadthafen päckchenliegend zu frühstücken.

Um 7:00h war auf der 5er-Syndiakt wecken, duschen und das Problem des Auslaufens zu lösen. Sie hatten Platz Nr. 2 im Hafen, der aber von 2 dicken Pötten 44Fuss zugeparkt war...... Doch sie kamen frei und konnten rechtzeitig die Klappbrücke erreichen. Schnell Brötchen holen und Frühstück im Cockpit - bei herrlichem Sonnenschein.

Die Rückreise nach Kiel stand bevor und die Wettervorhersage war für uns Segler nicht berauschend: 1-2Bft aus SSO – na toll fast gegenan. Aber erst mal ein bisschen bis Schleimünde motoren.

Damenbrise

Die Mädelmannschaft wurde unterwegs von mit Wasserbomben-schmeissenden Piraten überrascht, ein Treffer landete leider im Salon aber unser Cowboy hat es den Piraten hoffentlich wieder verziehen. Auch die Jungs auf der Caprice blieben einem Angriff mit Wasserbomben nicht verschont. Die Caprice hat noch einmal die „Giftbude“ vor Schleimünde besucht. Die anderen beiden Yachten wählten unterschiedliche Kurse. Die Nanna war kaum aus der Schlei raus, da wurden auch schon die Segel gesetzt. Das sah anfangs weder nach Geschwindigkeit, noch nach Höhe aus. Die 5er-Syndikat knatterte noch ein bisschen weiter und konnte fast „Bülk“ anliegen.

Dort angekommen hatte die Caprice alle eingeholt, welch ein Rennen. Der Sieg „First Ship home“ geht klar an die Caprice. In der Kieler Bucht frischte es deutlich auf und wir konnten mal richtig kreuzen, ein Wende jagte die andere. Nur wo ist die Nanna, nirgendwo zu sehen, die 5er-Syndikat war 30min hinter der Caprice aber, die Nanna, sie hat stur gesegelt, anscheinend waren die auf Ostseekreuzfahrt. Gegen 15:30 war die 5er-Syndikat in Heikendorf fest und die Nanna meldete sich, wir sind gerade LT Friedrichsort querab, naja 20 min hinter uns , dann haben die ja noch mind. 1h bis zum Liegeplatz in Kiel. Die Jungs in Heikendorf machten „seeklar zurück“ und „Rein Schiff“, wie es sicher noch keiner der Mütter gesehen hatte. Ein kurzes Einlaufgetränk und die Bordschlampe vom Sonntag konnte den Abwasch erledigen. Die Seesäcke ins Auto und ab nach Segeberg. Am Abend hieß es nur kurz: „Haste mal Creme gegen meinen Sonnenbrand?“
Für alle Daheimgebliebenen: Ihr habt etwas verpasst!