Segeberger Segel Club

Segeberger Segel Club

Nautic Young Star Regatta vom 8.10. - 14.10.2012 in Heiligenhafen

Segeberger Segel Club Teilnehmer: Wobs, Helge, Janice, Pia, Oliver, Lars, Kassian, Alex, Lucas
Die Crew + Junior/Senior Skipper

1. Tag Montag (8.10.)

Montag 8:30h, acht Leute stehen abfahrbereit auf dem Parkplatz vor dem SSC. Alle, außer dem Chef und dem Cowboy, sind sich einig, das diese Zeit in den Ferien deutlich zu früh ist. Doch wer eine spannende Segelwoche erleben wollte, muss es in Kauf nehmen. Nachdem alle Sachen verstaut waren, was bei weitem nicht so einfach war, wie es klingt, weil die Gepäckgewichte zwischen 3Kg und 50Kg lagen, konnten wir auch los. Dreimal darf man raten, wer am meisten hatte.... Richtig die Prinzessin (Pia).
Nachdem wir etwa eine Stunde unterwegs waren, durften wir uns im Auto entscheiden, zwischen Hansapark (an dem wir gerade vorbeifuhren) oder eine Woche segeln. Doch diese Entscheidung war einstimmig, es sollte dann doch zum Segeln gehen.
Nach einer weiteren halbenstunde Fahrt erreichten wir unser Ziel, den Hafen von Heiligenhafen. Von weitem konnte man schon erkennen, dass an diesem Tag Wind war und dies nicht zu knapp, dazu aber später mehr...
Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwierig, war am Schluss jedoch erfolgreich. Wobs und der Cowboy übernahmen die Anmeldung im Charterzentrum und der Rest der Truppe stellte sich draußen die Frage: Welches denn nun unser Boot sei?!
Daraufhin machten Axel und ich eine Erkundungstour. Die Hyde, eine Dufour 40 sollte für die nächste Woche unser zu Hause sein.
Um an diesem Tag noch Segeln zu können, packten wir schnell unser Gepäck an Bord. Vorher wurden jedoch die Kojen verteilt, Alex und ich bekamen die hintere Kabine neben Helge und Wobs. Janice und Pia durften vorne schlafen, Oliver und Mütze hatten die Arschkarte gezogen und mussten im Salon schlafen. Anschließend ging ein Teil von uns, genauer gesagt Axel (Alex), der Chef (Wobs), die Prinzessin (Pia) und ich zu Sky um das Nötigste zu besorgen.
Nachdem auch das auf unserer Checkliste abgehakt war, wurde unser Boot abgenommen und die nicht geringe Anzahl von Mängeln notiert. So noch schnell die Rettungswesten eingestellt, umgezogen, den Hut aufgesetzt (was nur bei einem an Bord der Fall war) und dann fuhren wir endlich raus auf die Ostsee.
Draußen erwartete uns 1m Welle und 5-6Bft, so entschieden wir uns gleich mal das Reffen auszuprobieren. Am Ende konnten wir dann unter voller Besegelung noch ein, zwei Schläge machen, Helge brachte uns sicher in den Hafen zurück und der Tag ging mit dem Essen und ein paar Runden Doppelkopf zu Ende. (Kassian Jürgens)

2. Tag Dienstag (9.10.)

Dienstag 8 Uhr, so langsam werden alle wach und die ersten Kommentare lauten: Es ist kalt! Antwort: Stimmt. Wer kommt mit duschen? Nachdem alle ihre Sachen, zum frisch machen, eingesammelt hatten, wurde das Schott geöffnet und ein ziemlich starker Wind kam uns entgegen. Somit war klar, die angekündigten 7-8 Windstärken sind in Heiligen Hafen angekommen.
Nachdem alle mehr oder weniger munter am Frühstückstisch mit frischen Brötchen saßen, wurde beratschlagt, ob es heute einen Törn geben wird oder nicht. Da Wobs, der erfahrenste Segler von uns allen, meinte, dass diese Windbedingungen eine Gefahr für Leib, Seele und Boot darstellen, wurde schnell entschieden, dass der Dienstag unser Hafentag wird.
Somit wurden die Karten für Doppelkopf, Uno und ähnliches schon gegen halb elf gemischt und es wurde Karten gespielt, bis die Hände glühten. Zwischen zeitlich wurden immer mal wieder von einzelnen Leuten kleine Abstecher zum Sky Markt in Heiligen Hafen gemacht, um Snacks und ähnliches zu kaufen. Irgendwann so gegen zwei kam dann aber eine akute Unlust gegenüber dem Kartenspielen auf und es wurde auf Unterhaltungselektronik umgestiegen oder es die frische Luft wurde aufgesucht.
Da es abends etwas Warmes geben sollte, bestand das Mittagessen aus Brötchen/Pick ups und Chips. Nun hatte die Crew wieder die Wahl zwischen Unterhaltungselektronik und Karten spielen. Es wurde sich wieder für Karten spielen entschieden.
So gegen halb fünf machten sich noch einmal drei Leute auf den Weg zu Sky, um noch einige Sachen für das Abendessen einzukaufen. Auf dem Weg zum Einkaufsladen kam uns eine ziemlich aufgebrachte Frau entgegen, die uns auf einen Mann hinwies, der hinter einem Zaun auf dem Boden lag. Bei diesem Mann handelte es sich um einen Angler, bei dem die Fische anscheinend nicht so gebissen haben, wie man sich das so vorstellt. Denn dieser Angler war im wahrsten Sinne des Wortes „sternhagelvoll“. Da der Mann nicht mehr eigenmächtig aufstehen konnte, half Wobs ihm und brachte ihn zu einer Bank, wo sich der Angler aber nach dem Einkauf nicht mehr befand. Kann man nur hoffen, dass es ihm noch gut ergangen ist.
Zurück am Boot, waren die Karten wieder gemischt und es wurde noch bis zum Abendessen gespielt. Dann wurde das Essen von Wobs vorbereitet und der Tisch in Teamarbeit gedeckt. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Wobs für die gute und leckere Verpflegung an Bord. Beim Essen wurde darüber beraten, welchen Hafen die Hyde am nächsten Tag, sofern der Wind mitspielt, anlaufen solle. Der Cowboy (Helge) und Wobs kamen auf die Idee nach Wismar zu segeln, was sich am nächsten Tag als sehr gute Überlegung erwies. Nach Abwasch und Abtrocknen wurde der restlichee Abend entweder wieder bei den Karten oder in Gesprächen verbracht, bis schließlich gegen zehn oder elf Uhr die Lichter ausgingen und man sich auf den nächsten Tag auf See freuen konnte. [Alexander Lietsch]

3. Tag Mittwoch (10.10.)

Am Dienstagabend nahmen wir uns vor, am nächsten Morgen um 8 Uhr aufzustehen (einige Crewmitglieder wollten auch schon um 5-6 Uhr aufzustehen - aber daraus wurde dann doch nichts), damit wir um 9 Uhr mit dem Frühstück fertig sind und um 10 Uhr auslaufen können... Naja aber irgendwie haben wir das dann doch nicht geschafft. Alle standen erst um 9 bis halb 10 Uhr auf und machten ganz gemütlich Frühstück. Wobs holte Brötchen und die Jungs machten Cappuccinos und deckten den Tisch, die Mädchen... waren mit Umziehen und Haare föhnen beschäftigt.
Als schließlich alle gefrühstückt hatten, wurde das heutige Ziel besprochen, aufgrund der Wetterlage und der passenden Entfernung entschieden wir uns für Wismar. Um halb 11 ging die Reise los. Erst mit der Kreuz zur Fehmarnbelt-Querung, wo wir nur noch ein Meter über dem Mast hatten, und dann mit einem Halbwindkurs, auf dem auch mal andere als der Cowboy Steuermann sein durften, nach Wismar. Alex stellte unseren Tagesgeschwindigkeitsrekord mit 10,4 Knoten auf.
In Wismar angekommen suchten wir erst im alten Hafen einen Liegeplatz, den wir aber erst im neuen Hafenteil fanden. Nach längerer Suche fanden wir dann auch den Hafenmeister, damit war dann das abendliche Duschen gesichert!
Nach dem Duschen und frisch machen ging es für alle in die Teamjacken und auf die Suche nach einem geeigneten Restaurant. Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Nachdem die ersten beiden keinen Platz mehr für acht hungrige Segler hatten, fanden wir ein Restaurant am alten Hafen und die hatten sogar ein Tisch für uns frei. Also bestellten wir und aßen in gemütlicher Runde.
Nach dem Essen liefen wir im Dunkeln noch ein bisschen durch Wismar und kehrten dann zum Schiff zurück. Dort angekommen wurden die Karten ausgepackt und noch eine Runde Doppelkopf gespielt. Um 23 Uhr wurde es dann ruhig (naja, bis auf das übliche Geschnarche) und die Crew sammelte Kräfte für den nächsten Tag. [Lars Martensen]

4.Tag Donnerstag (11.10.)

8.00 Uhr morgens in Wismar !
Die letzten sind gerade dabei sich aus ihrem warmen Schlafsack zu quälen und zu frühstücken. Schließlich stand uns heute ja noch die Rückreise nach Heiligenhafen bevor. Das einzig blöde an der Sache war nur, dass totale Flaute war. Aber das hielt uns natürlich nicht von unserer guten Laune ab! Also segelten wir guten Mutes los. Aber leider mussten wir schon nach kurzer Zeit einsehen, dass wir mit Segeln nicht weit kamen. Also schmissen wir den Motor an und holten die Karten heraus. Das war total lustig! Nicht nur das wir bestes Wetter hatten! Wir spielten Uno mit "speziellen" Regeln, kniffelten was das Zeug hielt und spielten Koffer packen ( die Reihenfolge ist bestimmt immer noch jedem bekannt,....Mützes Mütze, Keules Keule,....) Naja,als wir dann irgendwann so gegen halb sechs in Heiligenhafen im Hafen waren, gab es zum Abendbrot lecker Nudeln mit Hackfleischsoße. Danach wurden dann wieder die Karten herausgeholt und eine neue Runde Doppelkopf, Uno, ... ging los. Bis wir dann irgendwann schlafen gingen. Allgemein ebenfalls ein großartiger Tag! [Janice Heilmann]

5. Tag Freitag (12.10.)

Am Freitag kamen auch die anderen Teilnehmer der Regatta an. Morgens gab es Frühstück in den Zelten mit Orangensaft und Brötchen.
Danach ging es wieder raus aufs Wasser, um die letzten Anweisungen zu trainieren. Bei der Fahrt aus dem Hafen gab es ein bisher unbekanntes Gedränge, da alle gleichzeitig segeln wollten. Auf dem Wasser wurden die Aufgaben verteilt und die Segel gesetzt. Die Fahrt konnte losgehen.
Das Wetter war kalt und zeitweise sonnig, daher waren 3 Paar Socken minimum angebracht. Wir hatten 6(?) Windstärken und es gab kein Anzeichen der Milderung, sodass wir nach einiger Zeit wieder gen Hafen segeln mussten. Das war aber nicht weiter schlimm, denn wir hatten ja unseren Cowboy an Board, der uns mit seinen Witzen erheiterte. Gegen sechs Uhr abends hat sich Lars von uns verabschiedet.
Wenig später kamen dann Tina und Lucas an und haben uns die Team-Poloshirts mitgebracht. Eine Stunde später gab es Abendessen, bestehend aus Nudeln mit Soße und einem miserablen DJ. Zum Abschluss des Tages haben wir nochmal bei den Party-Zelten vorbeigeschaut, wo wir feststellen mussten, dass die meisten Leute doch lieber woanders hingingen. Also gab es mal wieder eine Runde Doppelkopf/Uno/Set bis alle in ihren Kojen verschwunden waren. Mit Ausnahme von Lucas, der den Boden gemütlicher fand.:) [Pia Gardeweg]

5. Tag Samstag (13.10.)

Am Morgen des 13.11. war es dann endlich so weit: in wenigen Stunden würde die Regatta beginnen. Nach einer kurzen, aber erfrischenden Dusche ging es zum Frühstücken ins große Gemeinschaftszelt. Dort wurde schon viel spekuliert und diskutiert. Nachdem alle ausgiebig gefrühstückt hatten, kehrten sind wir zum Boot zurück, um uns segelfertig zu machen. Um 9 Uhr hieß es dann Leinen los und auf zum Start. Die Gesichter waren voller Vorfreude auf die Regatta. Um 10 Uhr starteten wir dann zum ersten Mal gut mit dem Schuss und segelten die Strecke unter voller Konzentration. Nichts durfte schief gehen! Unsere Zeit war gut!
Nachdem wir erfolgreich durchs Ziel gesegelt waren, konnten wir in Ruhe etwas essen, um dann frisch gestärkt zum zweiten Mal zu starten. Als wir auch mit dieser Strecke fertig waren, sind wir dann wieder in den Hafen eingelaufen. Nachdem wir uns ausgeruht hatten und ein wenig Karten gespielt hatten, ging es dann um 7 ins Zelt zum Essen. Da die Küche etwas improvisieren musste, fand die mit Spannung erwartete Preisverleihung erst um 9 Uhr statt. Wir belegten erfolgreich den 6.Patz! Alle waren sehr zufrieden und fielen müde aber glücklich in die Kojen. [Oliver Lischke]

7. Tag Sonntag (14.10.)

Zum Glück hatten wir am Vortag besprochen, dass es uns nun nach einer erfolgreichen Regatta zustand, mal ein wenig später aufzustehen und so konnten wir an diesem Tag unsere Augen bis ca. 10 Uhr geschlossen halten. Natürlich war Wobs schon früher auf den Beinen, ließ uns aber noch ein wenig in den Betten gewähren.
Doch irgendwann musste es ja losgehen, und so machten wir uns ans schiffseigene Frühstück, bei dem wir noch alles von der Woche übrig gebliebene verarbeiteten, was uns auch recht gut gelungen ist.
Nach dem Frühstück ging es mit dem Aufräumen und Boot leerräumen weiter, denn erst als wir damit einigermaßen fertig waren, konnten wir den Rest außenbords blitzeblank polieren und unser Boot zum Tanken fahren. Glücklicherweise ging das schneller als erwartet und wir konnten relativ zeitnah das Boot wieder festzurren und dem Yachtcharterer übergeben. Natürlich nicht ohne eine kleine Inventur!
Als wir mit dem Boot und dem Verladen des eigenen Hab und Guts fertig waren, war es dann auch schon fast 14 Uhr. Jetzt sollte Janice Vater kommen, um uns mit nach Hause zu bringen. Die kleine Zwischenzeit verbrachten die einen mit Musik hören, die anderen mit Kartenspielen.
Abschließend kann ich denke ich stellvertretend für alle sagen, dass es insgesamt eine supertolle Woche und vor allem eine spaßige Aktion war. Danke Wobs und Danke Helge, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Immer wieder gerne!! [Lucas Schmidt]